3D Druck heißt justieren, justieren, justieren

Beim Dremel 3D Idea Builder ist die Kalibrierung ein Kinderspiel

Beim Dremel 3D Idea Builder ist die Kalibrierung ein Kinderspiel

Wenn ich beim 3D Drucken eines gelernt habe, dann dass man ständig am Justieren ist. Meine ersten Begegnungen mit dieser Technologie und mein erster eigener Druck waren für mich immer gleichbedeutend mit Leuten, die an beweglichen Druckbetten während des Drucks noch Feintuning machten und da dachte ich mir, das kann es doch nicht sein. Es kann doch nicht angehen, dass man da dauernd was drehen und schrauben und nach jedem Druck alles neu kalibrieren muss. Und dann auch noch an beweglichen Teilen. So habe ich dann für mich eine Entscheidung getroffen, die sich als Fehlschluss herausstellte. Ich dachte mir, der M3D Micro wäre dank des fixen Druckbettes und Drei-Achsen-Druckkopfs leichter zu bedienen. In der Tat weiß ich auch nach dem ein oder anderen halbwegs geglückten Druck immer noch nicht so recht, wie man den richtig einstellt. Der Dremel punktet hier auf voller Linie. Nicht trotz des beweglichen Druckbetts, sondern genau deswegen! Die Software hat ein Kalibrierungsprogramm, dass den Nutzer über das Display anweist, was zu tun ist und selbst eine Schablone zur Messung des Abstands ist beigelegt. So macht das Spaß und ist schnell erledigt. Ich kann aber jedem nur eines empfehlen: vor jedem Druck muss neu kalibriert werden. Ohne Ausnahme. Sonst sind Probleme beim Druck vorprogrammiert.

3D Drucker Fazit

Es wäre nicht fair zwischen zwei so ungleichen Kontrahenten wie dem Dremel 3D Ideal Builder und dem M3D Micro einen Gewinner zu küren, deshalb lasse ich es gleich bleiben. Müsste ich mich entscheiden, dann würde ich sicher den Dremel nehmen. Er ist zwar teurer (bei dennoch akzeptablem Preis) dafür aber deutlich flexibler, da das Druckbett größer ist. Vermutlich sehen das viele anders, da er beim Filament etwas eingeschränkt ist, aber für mich hat er schneller brauchbare Ergebnisse erzielt und ich hatte keine Probleme mit zu großen Modellen.
Was ich anfangs nicht gedacht habe, ist die Bedeutung der SD-Karte. So kann man den Rechner einfach ausschalten und mitnehmen. Ich dachte mir, das wäre kein Problem, aber es hat mich beim M3D Micro doch gestört und so sammelt der Dremel auch hier Punkte. Das Kalibrieren hat zur Entscheidung dann weiter beigetragen. Es ist einfach einfacher 🙂

Werde ich ihn nun also kaufen? Nein, werde ich nicht. Bei den Tests ist mir aufgefallen, dass 3D Druck wirklich eine faszinierende und tolle Sache ist. Mir fehlen hierfür aber irgendwie die Bastlergene, da man doch noch viel testen und ausprobieren muss. Und dann kommt noch dazu, dass mir schon in der Testphase irgendwann die Ideen ausgegangen sind und während ich vorher viel drucken wollte, wusste ich irgendwann nicht mehr so recht, was ich noch machen soll.
Wenn sich das mal ändert, dann kommt mir aber auf jeden Fall einer ins Haus!

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